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20.11.2004, Detmold |
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Erste Übung der Bezirksreserve Detmold war voller Erfolg - RP Andreas Wiebe dankte für großes Engagement - |
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| Freitag, 14.59 Uhr: bei der Berufsfeuerwehr Bielefeld schellt das „rote“ Telefon. Ulli Waschkowski von der Bezirksregierung Detmold löst im Auftrag von Regierungspräsident Andreas Wiebe den Voralarm für die seit Oktober 2004 bestehende Bezirksreserve Detmold aus. Sofort wurden nach einem intensiv ausgearbeiteten Konzept die Feuerwehren im Regierungsbezirk Detmold sowie das Deutsche Rote Kreuz Westfalen-Lippe informiert. Das Konzept der Bezirksreserve sieht vor, dass sie innerhalb von längstens 4 bis 6 Stunden Vorlaufzeit einsatzbereit ist. In dieser Zeit sind dann alle Voraussetzungen erfüllt, um bis zu sieben Tage autark arbeiten zu können. Doch dieses Mal ging es bei der Alarmierung nicht um ein Großschadensereignis, sondern darum, die einzelnen Bereitschaften gezielt zum angenommenen Schadensort, dem Bundeswehrlager Staumühle in Hövelhof zusammenzuführen. Trotz widriger Witterungsverhältnisse klappte der Anmarsch problemlos. Um diesen Kfz-Marsch und eventuelle Verkehrsstörungen zu überwachen, war sogar der Polizeihubschrauber Hummel 9 im Einsatz. Doch es gab keinerlei Ausfälle. Einsatzleiter Lutz Kölling aus Minden konnte so über Funk die Anreise von 529 Übungsteilnehmerinnen und –teilnehmern mitverfolgen und Lotsendienste leisten. Damit war das eigentliche Übungsziel durch großartige Disziplin und funktionierende Technik erreicht. So begrüßte Bezirksbrandmeister Reinhard Fehr „seine“ Feuerwehrkameradinnen und -kameraden mit strahlenden Augen, war es doch das erste Mal, diese große Truppe versammelt zu haben. Fehr zeigte sich begeistert, dass das Konzept der überörtlichen Hilfe eine breite Zustimmung im Kreise der Feuerwehren gefunden hat und betonte, dass bei den Planungen großer Wert auf eine gleichmäßige Belastung der Kommunen im Regierungsbezirk gelegt wurde, um auf keinen Fall den Brandschutz der jeweiligen Kommune zu gefährden. Regierungspräsident Andreas Wiebe dankte den Frauen und Männern schließlich für das hohe Maß an Engagement, denn weder das nasskalte Wetter noch die Aussicht auf ein verplantes Wochenende konnte jemand davon abhalten, den Dienst für die Allgemeinheit anzutreten. Wiebe wies bei dieser Gelegenheit nochmals auf die Wichtigkeit der Bezirksreserve hin: Letztlich könne nur der straff durchorganisierte Einsatz großer Einheiten bei länger andauernden Katastrophenlagen auch zum Erfolg führen. Die Waldbrände in Brandenburg oder das Oderhochwasser waren solche Naturkatastrophen; die Effizienz der Brandbekämpfung bzw. der Hilfestellung hänge letztlich auch davon ab, vernünftig vorbereitet und ausgestattet zu sein. Für das kurzfristige Zustandekommen der Bezirksreserve Detmold dankte er auch den kommunalen Entscheidungsträgern, denn, so Wiebe „wie bei vielen anderen Gelegenheiten in Ostwestfalen-Lippe ist auch hier oft unbürokratisch gehandelt worden. Die Zusammenarbeit zwischen Bezirksregierung, Kreisen, Kommunen, und Feuerwehr hat sich wieder einmal bewährt.“ Der anschließende Rundgang mit Bürgermeistern, Beigeordneten, Ordnungsamtsleitern und der Feuerwehrführung ließ manch staunenden Blick erkennen. Die vom Land beschafften sieben Einsatzleitfahrzeuge kosten jeweils rund 235.000 Euro und sind mit modernster Technik bestückt. RP Wiebe ließ es sich abschließend nicht nehmen, die 137 angerückten Einsatzfahrzeuge aus luftiger Höhe zu betrachten. Er war mit Feuerwehrmann Rudolf Beseler aus Paderborn mittels Drehleiter auf 30 Meter Höhe aufgestiegen. Nach einem herzhaften Mittagessen aus der Gulaschkanone des DRK wurde die Übung beendet. Selbstverständlich wird sich die Bezirksreserve Detmold durch weitere Übungen in naher Zukunft einsatzbereit halten. |
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| Bezirksregierung Detmold | |||